Aktueller Wert
543 µg/l
2025-Q4
Trend
↑ 1,3%
vs. Vormonat
Referenzbereich
–
für diesen Wert
Datenbasis
5
Messungen, 2007-Q1 – 2025-Q4
Ferritin ist das wichtigste Speicherprotein für Eisen im Körper und gilt als der zuverlässigste Marker für die Größe der körpereigenen Eisenreserven — deutlich aussagekräftiger als der reine Serumeisenwert, der stark tagesabhängig schwankt.
Da Ferritin gleichzeitig ein sogenanntes Akute-Phase-Protein ist, kann es bei akuten Entzündungen, Infekten oder auch nach intensivem Training vorübergehend ansteigen, unabhängig vom tatsächlichen Eisenstatus — bei unklaren Werten lohnt daher der Blick auf begleitende Entzündungsmarker wie CRP.
Ein niedriger Ferritinwert ist meist das früheste Anzeichen eines beginnenden Eisenmangels, oft noch bevor sich dieser in Hämoglobin oder anderen Blutbild-Werten zeigt. Häufige Ursachen sind unzureichende Eisenzufuhr (z.B. bei pflanzlicher Ernährung ohne gezielte Planung), erhöhter Bedarf (Wachstum, Schwangerschaft), Blutverluste (z.B. starke Menstruation, Magen-Darm-Blutungen) oder intensiver Ausdauersport, der den Eisenbedarf erhöhen kann.
Ein erhöhter Ferritinwert kann neben Entzündungen auch auf eine Eisenüberladung hindeuten, z.B. bei der erblichen Hämochromatose, oder bei Lebererkrankungen auftreten. Da Ferritin von vielen Faktoren beeinflusst wird, wird es in der Praxis meist gemeinsam mit Transferrinsättigung und Serumeisen beurteilt.