Aktueller Wert
1,2 mIU/l
2025-Q4
Trend
↓ 18,3%
vs. Vormonat
Referenzbereich
–
für diesen Wert
Datenbasis
3
Messungen, 2017-Q2 – 2025-Q4
TSH (Thyreoidea-stimulierendes Hormon) wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und steuert die Aktivität der Schilddrüse — es regt sie an, mehr Schilddrüsenhormone (T3 und T4) zu produzieren. TSH gilt als der empfindlichste und wichtigste Screening-Wert für die Schilddrüsenfunktion, da bereits kleine Abweichungen der Schilddrüsenhormone über einen Rückkopplungsmechanismus zu deutlich sichtbaren TSH-Veränderungen führen.
Das Prinzip funktioniert wie ein Thermostat: Produziert die Schilddrüse zu wenig Hormone, steigt TSH an, um sie stärker anzuregen. Produziert sie zu viel, sinkt TSH ab, um die Schilddrüse zu bremsen — TSH verhält sich also gegensätzlich zur eigentlichen Schilddrüsenaktivität.
Ein erhöhter TSH-Wert deutet meist auf eine Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) hin — die Schilddrüse produziert zu wenig Hormone, weshalb die Hirnanhangsdrüse gegensteuert. Typische Begleitsymptome können Müdigkeit, Gewichtszunahme, Kälteempfindlichkeit und Konzentrationsprobleme sein. Ein erniedrigter TSH-Wert spricht für eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), oft begleitet von Nervosität, Gewichtsverlust, Herzrasen und Wärmeempfindlichkeit.
Bei auffälligen TSH-Werten werden zur genaueren Einordnung meist zusätzlich die freien Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 bestimmt.